Managing cultural diversity

Durch die Globalisierung ist ein Migrationsprozess in Gang gesetzt, der weltweit und besonders in den so genannten westlichen Staaten ein zunehmendes Maß an kultureller Diversität bewirkt. Dies zeigt sich in zunehmendem Maß in der gesamten Gesellschaft und in besonderer Weise in der Medizin und der Pflege, weil dort ein hohes Maß an unterkulturellem Verständnis im Umgang mit dem Patienten erforderlich ist. Denn ein guter Dialog zwischen Arzt und Patient trägt nicht nur zu einem besseren gegenseitigen Verständnis sondern unter Umständen zu einer besseren Diagnose und zu einer besseren Mitwirkung des Patienten bei. Dem Beitrag liegt das methodologisch-hermeneutische Konzept der unterkulturellen Philosophie zugrunde, von dessen Standpunkt aus zum Beispiel eine Maschine keine adäquate Versorgung von Patienten übernehmen und den Menschen nicht vollständig ersetzen kann, da die emotionale, soziale und psychologische Komponente im Heilprozess und der Gesundung verloren geht. Ein konstruktiver interdisziplinärer Diskurs zwischen Philosophie, Medizinethik und Ingenieurwissenschaften über den Einsatz komplexer Technologien in der Medizin und die maschinenunterstützte Pflege zeigt, dass ein vom ethischen Gesichtspunkt angemessener Umgang mit Patienten nicht vollständig durch Maschinen übernommen werden kann und Vorgehensweisen für die Bewältigung unterkultureller Situationen erarbeitet werden müssen. PDF