Islamisierung hinter der Rauchwand

Inhalt: Teehäuser sind untrennbar mit dem Alltagsleben in der Türkei verbunden. Sie sind in den Dörfern und Stadtvierteln soziale Institutionen, in denen sich vor allem ältere Männer treffen, Neuigkeiten austauschen, Tee trinken, Backgammon spielen und rauchen. Seit Mitte Juli 2009 darf dort nicht mehr geraucht werden. Das Gesetz zur „Prävention der schädlichen Folgen von Tabakwaren“ ist umfassend und sieht nur wenige Ausnahmen vor. Die Kritiker des Gesetzes bilden keine einheitliche Front, sie werfen der Regierung Islamismus, Anbiederung an die EU und wirtschaftliche Fahrlässigkeit vor.