Tod und Trauer im Islam

VORTRAG im Rahmen der Veranstaltung „Aktuelle Krankenhaushygiene“

Mit Tod und Sterben sind für gläubige Muslime nicht nur persönliche Einstellungen und Vorbereitungen verbunden, sondern auch konkrete Verpflichtungen für die eigenen Angehörigen und die islamische Gemeinde als Ganze. Da das islamische Recht für die Gläubigen den Rahmen für die religiöse Praxis steckt, ist das Themenfeld Sterben, Tod und Trauer detailliert geregelt. Deshalb ist es gläubigen Muslimen und den islamischen Gemeinschaften zum einen wichtig, diesen Regelungen zu entsprechen, zum anderen aber auch, den eigenen Bräuchen zu folgen, die durch ihre jeweilige lokale Kultur geprägt sind. Dem sehen sich Muslime auch im Ausland verpflichtet. Da Muslime in Deutschland die größte religiöse Minderheit bilden und das Krankenhaus bzw. die Pflegeeinrichtung in westlichen Gesellschaften für den überwiegenden Teil der Bevölkerung zum „Ort des Sterbens“ geworden sind, sehen sich diese Einrichtungen zunehmend mit den spezifisch islamischen Formen des Umgangs mit dem Toten, der Sterbebegleitung und Trauer konfrontiert.

Der Vortrag gibt einen Überblick über das Themenfeld Sterben, Tod und Trauer im Islam und einen Einblick, wie es sich in der Krankenhaus- und Pflegepraxis in Deutschland darstellt. Dort können Missverständnisse und Konflikte entstehen, die durch eine interreligiöse und unterkulturelle Ausrichtung der Einrichtungen vermieden und bewältigt werden können. Deshalb werden abschließend Maßnahmen vorgestellt, durch die sowohl die Kommunikation als auch die Versorgung von Muslimen verbessert werden können.