Embryonenforschung

Forschung mit menschlichen Embryonen im Islam und in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens

In einer Reihe von islamischen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens wird Forschung mit menschlichen Embryonen betrieben, wie zum Beispiel in Iran und in der Türkei, die seit einiger Zeit Forschungsprogramme erfolgreich etabliert haben. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage, wie Embryonenforschung im Islam bewertet wird. Im Allgemeinen wird der Islam mit einer toleranten Haltung gegenüber der Forschung mit menschlichen Embryonen in Verbindung gebracht. Und tatsächlich überwiegt unter den islamischen Rechtsgelehrten und in den nationalen und internationalen Räten für islamisches Recht die positive Einschätzung der Embryonenforschung. Obwohl sie in den Rechtsgutachten als nach dem islamischen Religionsrecht erlaubt gewertet wird, heißt dies jedoch nicht, dass die Erlaubnis einschränkungslos ist.

Veröffentlichungen

Fischer, Nils: Der Status des Embryos im Islam. Sankt Augustin, Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung, 2014.

Fischer, Nils: „Reproduktives Klonen im Islam: Argumente und Debatte.“ Newsletter des Kompetenznetzwerks Stammzellforschung NRW (16. Dezember 2009).