Gesundheitsschutz
Gesundheitsschutz in islamischen Staaten
Nichtraucherschutz
In den Staaten Nordafrikas, des Nahen und Mittleren Ostens wird seit einigen Jahren der Schutz von Nichtrauchern durchgesetzt. Die meisten Staaten der Region haben sich haben sich der Initiative der Weltgesunheitsorganisation (WHO) zum Schutz vor den schädlichen Folgen des Rauchens angeschlossen und haben die WHO Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (FCTC) unterzeichnet und ratifiziert. Rauchverbote, Werbe-, Verkaufs- und Vermarkungseinschränkungen hatten sie zum Teil aber bereits in den 1990er Jahren erlassen. Auch muslimische Rechtsgelehrte sprechen sich in Fatwas seit den 1980er Jahren gegen das Rauchen aus. Wenn sie es nicht als schariatrechtlich verboten einstufen, so missbilligen sie doch den ungehemmten Tabakkonsum. Trotz der staatlichen und religiösen Initivativen ist der Zigarettenkonsum in der Region, vor allem unter der männlichen Bevölkerung, unvermindert weit verbreitet und hoch. Außerdem ist unter den jungen Leuten und bei Frauen in den letzten Jahren das Rauchen von Wasserpfeifen in Mode gekommen. Deshalb ist in der Türkei, zum Beispiel, ein umfassendes Nichtraucherschutzgesetz erlassen worden, das im Juli 2009 in Kraft getreten ist.
Veröffentlichung
Fischer, Nils: „Islamisierung hinter der Rauchwand.“ Zenithonline (Kultur und Gesellschaft, veröffentlicht am 8. Oktober 2009). HTML Link (extern)
Gesundheitsschutz im Islam
Hygiene
Bereits der Koran enthält grundlegende Anweisungen zur rituellen Reinheit, die zum Beispiel in Sure 5, Vers 6, und Sure 4 ,Vers 43, zum Ausdruck gebracht werden. Aber vor allem in den Sammlungen der Prophetenworte finden sich zahlreiche Überlieferungen zur rituellen Reinheit und zu der Frage, wann man als Muslim rituell unrein ist und wie der jeweilige Zustand der Unreinheit aufgehoben werden kann. Der Ausspruch „Wasche dich, denn Islam ist Sauberkeit!“ wird von dem Propheten Mohammed überliefert.
Veröffentlichung
„‚Wasche dich denn Islam ist Sauberkeit!‘ Hygiene, Körperpflege, rituelle Reinheit im Islam.“ In: Leismann, Burkhard; Padberg, Martina (Hg.): Intimacy! Baden in der Kunst. Köln: Wienand, 2010: 288–293.